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Photovoltaik-Anlage für Terrassenhaus

Die Stockwerkeigentümerschaft der Herrenmatt 3 in Brugg wünschte sich für ihr Terrassenhaus eine Photovoltaikanlage. Um das Potenzial optimal auszuschöpfen, sollte die grosszügige Dachterrasse zur Hälfte mit Solarmodulen belegt werden. Dafür musste der bisher dort angelegte Kinderspielplatz verlegt werden. Bereits dieser Umstand machte das Projekt anspruchsvoller als üblich, wie Projektleiter Patrik Hürzeler erklärt: «Für die Umnutzung der freistehenden Anlage brauchte es ein Baugesuch, ebenso für die alternative Platzierung des Kinderbereichs.» Die Bauherrschaft beteiligte sich aktiv am Lösungsfindungsprozess, wodurch rasch eine passende Lösung gefunden werden konnte.

Auch darüber hinaus erwies sich die Stockwerkeigentümerschaft als engagierte Bauherrschaft. «Sie war zwar sehr anspruchsvoll, gleichzeitig aber klar in ihren Vorstellungen und jederzeit angenehm in der Zusammenarbeit», betont Hürzeler. Die nachhaltige Modernisierung sollte konsequent umgesetzt werden. Deshalb entstand unter anderem der Wunsch nach einem Natrium-Ionen-Speicher. Solche Speicher waren bisher vor allem aus dem Industriebereich bekannt. Bei der Inesco AG fand die Powerlogic AG schliesslich eine passende Lösung: eine lithiumfreie Natrium-Ionen-Batterie, die gerade neu auf den Markt gekommen war. Die umweltfreundliche Technologie gilt als nicht brennbar und sollte in der Garage installiert werden. Damit die Garage weiterhin problemlos gereinigt werden kann, liess man eigens einen erhöhten Unterbau für die Speicheranlage anfertigen.

Für die Nutzung des erzeugten Solarstroms entschied sich die Bauherrschaft für einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV). Dadurch profitieren alle Parteien von günstigeren Strompreisen als beim Bezug aus dem öffentlichen Netz. Jede Wohneinheit musste dafür an das Gesamtsystem angebunden werden; die Steuerung erfolgt über den Solarmanager.

Die Neuheit des gewählten Speichers führte allerdings zu Verzögerungen bei der Integration. «Wer sich für eine noch nicht etablierte Lösung entscheidet, sollte ein gewisses Lehrgeld einkalkulieren», weiss Hürzeler. Dass das Projekt für den Lieferanten praktisch als Testfeld dienen würde, war bei Vertragsabschluss allerdings noch nicht absehbar. «Die mehrfachen Korrekturschlaufen waren schon anstrengend und teilweise unangenehm», resümiert der Projektleiter offen. Umso erfreulicher ist das Ergebnis: Die Bauherrschaft hielt an ihrer Entscheidung fest und heute läuft die Anlage zuverlässig – die Zufriedenheit ist entsprechend gross.

Das Projekt Herrenmatt 3 bleibt aus mehreren Gründen in Erinnerung. Aufgrund der zahlreichen baulichen Massnahmen waren verschiedene Gewerke wie Maler, Elektroinstallateure, Metallbauer und Gärtner beteiligt. Das erforderte eine sorgfältige Koordination und eine enge Abstimmung aller Beteiligten. Für Hürzeler war gerade diese Vielseitigkeit besonders spannend.

Auch der Montagetag verlief aussergewöhnlich. Die vormontierten, mit integrierter Ballastierung versehenen Module wurden per Kran auf das Dach gehoben. Wegen einer benachbarten Baustelle musste dafür in Zusammenarbeit mit der Polizei während eines halben Tages die Strasse gesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. «Dafür verlief die eigentliche Montage umso effizienter – die Module mussten auf dem Dach nur noch aufgeklappt werden», erzählt Hürzeler schmunzelnd.

Rückblickend zieht er ein positives Fazit: «Alles, was in unserem Einflussbereich lag, haben wir sorgfältig geplant und erfolgreich umgesetzt. Und letztlich gilt: Ende gut, alles gut.»

Projekt PV-Anlage Herrenmatt 3, Brugg
Projektleiter Patrik Hürzeler, Powerlogic AG
Bauleiter Brian Bosshard, Powerlogic AG
Bauherrschaft STWEG Herrenmatt 3a-3q
Bauzeit März 2025 bis Dezember 2025
Projekt PV-Anlage Herrenmatt 3, Brugg
Projektleiter Patrik Hürzeler, Powerlogic AG
Bauleiter Brian Bosshard, Powerlogic AG
Bauherrschaft STWEG Herrenmatt 3a-3q
Bauzeit März 2025 bis Dezember 2025